Good News im März
Good News im März

Die Welt sehnt sich danach: Stille. Was 6,5 Minuten davon mit dem Gehirn machen können und weitere Nachrichten, die Ruhe ins Leben bringen, lesen Sie in den März Good News.

Weniger ist viel mehr

"Weniger von Allem" schafft Raum für Klarheit, Fokus, echte Prioritäten und es entsteht Platz für das, was wirklich zählt: Zeit, Qualität, Beziehungen, Ruhe. Wir haben fünf Beiträge gesammelt, die Sie inspirieren sollen.

Von unserem Gehirn bis zu Roboterfischen

See im Morgentau Ruhe

#1. In Ruhepausen arbeitet das Gehirn anders

Viele Menschen verzichten in der Fastenzeit auch auf Lärm, ständige Erreichbarkeit und die Dauerberieselung durch Smartphones. Und da zeigt sich: Stille ist eine Kraftquelle fürs Gehirn. Dabei wechselt es in einen anderen Arbeitsmodus. Während wir scheinbar nichts tun – beim Spazieren, Tagträumen – springt im Kopf das „Default Mode Network“ (Ruhezustandsnetzwerk) an. Das Gehirn sortiert, verknüpft und speichert ab. 

Wer ständig durchpowert, blockiert diesen Prozess, gerade im Ruhemodus entstehen neue Ideen.

Interessant: Der Energieverbrauch sinkt in Pausen kaum. Das Gehirn arbeitet weiter, nur anders.

  • Bereits sechseinhalb Minuten Stille verbessern die Stimmung, beruhigen das Gedankenkarussell, fördern Entspannung und verändern das Zeitgefühl.
  • Viele berichten, dass sich die innere Uhr verlangsamt und ein Gefühl von „Jetzt“ einstellt, das Denken kommt zur Ruhe.


Wenn keine äußeren Reize da sind, wird deutlich, was das Gehirn aus sich selbst heraus produziert: Gedanken tauchen auf, man spürt den Körper und nimmt Dinge wahr, die sonst untergehen. Große Bereiche des Gehirns beginnen zusammenzuarbeiten – ein Vorgang, der für Gedächtnisbildung und emotionale Verarbeitung entscheidend ist.


Dieser Artikel basiert auf: kurier.at

 

 

#2. Schüler verzichten drei Wochen auf smartphone

Das „Handy-Experiment“ ist eine österreichweite Initiative, bei der Schülerinnen und Schüler ab der 5. Schulstufe für 21 Tage auf ihr Smartphone und Social Media verzichten. Ziel ist es, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen, die digitale Abhängigkeit zu prüfen und positive Effekte auf Schlaf, Konzentration und Wohlbefinden zu untersuchen. Österreichweit machen im März 2026 fast 70.000 Schülerinnen und Schüler mit.
 
Bereits im Frühjahr 2025 initierte der ORF erstmals ein derartiges Projekt, das auch wissenschaftlich begleitet wurde. 

Die zentrale Ergebnisse für die Gesellschaft:

  • Digital-Detox lohnt sich: Schon drei Wochen ohne Smartphone können Wohlbefinden und psychische Gesundheit messbar verbessern.
  • Jugendliche sind lernfähig: Sie erleben Entzugserscheinungen, aber auch echte Befreiungseffekte.
  • Neue Freiheit bewusst erleben: Offline-Beziehungen, Kreativität und Ruhe treten wieder stärker in den Vordergrund.
  • Prävention statt Verbot: Ziel ist nicht die Abschaffung des Smartphones, sondern ein selbstbestimmter, moderater Umgang – eingebettet in Schule, Familie und Gesellschaft.
  • Schulen als Schlüsselorte: Das Experiment könnte Modellcharakter für regelmäßige „Digital Detox Days“ haben.


Dieser Artikel basiert auf: www.orf.at und mental-austria.com

Mehrere Personen halten Handys_bunte Szene
#3. Junge Generation entspannt sich bei "Granny-Hobbies"

Strickrunden, backen, einmachen, fermentieren, töpfern oder das Spielen von Brettspielen: Was früher als "uncool" galt, ist jetzt wieder in – vor allem bei den Millenials, also jener Generation, die schon mit dem Internet groß geworden ist.


Der Trend selbst wird "Granny-Lifestyle" oder "Granny-Ära" genannt und steht für ein bewusst entschleunigtes Leben, bei dem typische Oma-Aktivitäten wie Handarbeiten oder Gärtnern zelebriert werden.

Für Experten kommt das nicht überraschend, denn je mehr Chaos in der Welt da draußen, desto mehr sehnt sich unsere Psyche nach Ordnung und Ausgleich.


"Granny-Hobbys" seien etwas Echtes, Handfestes. In einer Zeit, in der so vieles virtuell passiert, schaffen solche Tätigkeiten ein gutes Gefühl. Man tut etwas Sinnvolles und hat am Ende auch noch etwas geschaffen – egal, ob das ein gestrickter Schal ist oder selbst gezogene Radieschen. All das gibt uns ein Erfolgserlebnis und stärkt unseren Selbstwert.

Dieser Artikel basiert auf: oon.at

Frau hält Erde mit Pflanze in den Händen
Älterer Mann mit Kappe gibt Frau im Winter Hand
#4. Wer positiv aufs Altern blickt, lebt länger

Eine positive Einstellung zum Älterwerden kann das Leben um mehrere Jahre verlängern und die Gesundheit im Alter fördern. Studien zeigen, dass Menschen, die Altern als Entwicklungsprozess sehen und Ziele verfolgen, bis zu 13 Jahre länger leben können als jene mit negativen Stereotypen.

Hier sind die wichtigsten Fakten:

  • Höhere Lebenserwartung: Positive Altersbilder wirken wie eine selbsterfüllende Prophezeiung, was zu einem gesünderen und längeren Leben führt, so science.ORF.at.
  • Psychische Effekte: Eine positive Sichtweise senkt Stress, fördert die Lebenszufriedenheit und stärkt den Willen, aktiv zu bleiben.
  • Physische Vorteile: Optimisten haben oft einen niedrigeren Blutdruck, ein geringeres Demenzrisiko und sind körperlich aktiver.
  • Wissenschaftliche Belege: Studien, darunter Untersuchungen aus Yale und der Universität Greifswald, bestätigen den Zusammenhang zwischen einer positiven Einstellung und dem Gewinn an Lebensjahren.


Dieser Artikel basiert auf: pharmazeutische-zeitung.de und orf.at

 

 

#5. Roboterfische, die Mikroplastik fressen

Mikroplastikpartikel sind überall vorhanden, von Ozeanen, Flüssen und Böden bis hin zu den Körpern von Tieren und Menschen. Sie sind sehr schwer abbaubar und gelangen leicht in die Nahrungskette, was zahlreiche schädliche Auswirkungen auf das Ökosystem hat. Jedes Jahr landen etwa 10 Millionen Tonnen Plastik im Meer und stellen eine große Herausforderung für die Entsorgung dar.


Als Reaktion darauf entwarf eine Studentin Gilbert, einen Roboterfisch, der Mikroplastik wie Plankton „fressen“ kann.

Gilbert
entstand 2022 im Rahmen des Natural Robotics Contest der Universität Surrey. Er ist etwa so groß wie ein Lachs, 3D-gedruckt und kann natürliche Schwimmbewegungen nachahmen. Wasser strömt durch sein Maul ein und wird anschließend durch künstliche Kiemen gefiltert, um Mikroplastik aufzufangen. 

Das Bemerkenswerte daran ist, dass dieses Design vollständig Open Source ist: jeder Mensch mit einem 3D-Drucker und grundlegenden Elektronikkenntnissen kann ihn selbst bauen. Zukünftig könnte Gilbert so verbessert werden, dass er Mikroplastik in autarke Energie umwandelt, anstatt wie bisher nur mit Batterien betrieben zu werden.


Dieser Artikel basiert auf: vietnam.vd

Fisch Roboterfisch
© Science Photo Library
20.03.2026 - Börsenpsychologie, Vorsorge, Märkte