Aktieninfo Wienerberger
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Erholung lässt auf sich warten

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Die Verlagerung zu Renovierung und Infrastruktur stabilisiert das Geschäftsmodell. Schwache Neubaumärkte und der anhaltende Margendruck aufgrund der gestiegenen Gaspreise begrenzen jedoch das (ursprüngliche) Kurspotenzial. Die Bewertung erscheint nur auf den ersten Blick günstig.

12-Monatsausblick Bau/Baustoffbranche: neutral

  • Die Bau- und Baustoffmärkte zeigen weiterhin ein zweigeteiltes Bild. Für die Wohnungsbaubeginne wird 2026 in West- und Osteuropa eine weitgehend stabile Entwicklung erwartet, während sich für Nordamerika ein Rückgang von rund 7 % abzeichnet. Hohe Finanzierungskosten, eingeschränkte Leistbarkeit und zurückhaltende Investitionsentscheidungen verhindern derzeit eine breitere zyklische Erholung. Zwar sind steigende Baugenehmigungen in einzelnen europäischen Märkten ein positives Frühzeichen, sie haben sich bislang aber noch nicht durchgängig in höheren Baustarts niedergeschlagen. 
  • Deutlich stabiler entwickeln sich die Bereiche Renovierung und Infrastruktur. Energetische Sanierungen sowie Investitionen in Wasser- und Abwassernetze, Stromnetze und Klimaanpassung sorgen hier für eine robuste Nachfrage. Gleichzeitig bleiben die Finanzierungsbedingungen restriktiv: Die im Frühjahr ausgewiesenen langfristigen Finanzierungssätze lagen in West- und Osteuropa bei über 5 %, in den USA sogar bei deutlich über 6 % – mit eher steigender als fallender Tendenz. Infrastruktur und Renovierung sind und bleiben somit zentrale Stabilitätsanker, die die Schwäche im Wohnungsneubau jedoch nur teilweise kompensieren können.
  • Die Kostenentwicklung bleibt ein wesentlicher Belastungsfaktor. Im zweiten Quartal kam es insbesondere bei Energie (Erdgas), Logistik und Kunststoffen zu deutlichen Preissteigerungen. So verteuerten sich europäische Kunststoffharze infolge temporärer Engpässe zeitweise um 60 bis 70 %. Da höhere Kosten bei schwacher Nachfrage häufig nur zeitverzögert weitergegeben werden können, bleiben niedrige Kapazitätsauslastungen und eine verzögerte Schließung der Preis-Kosten-Schere zentrale Margenrisiken.

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Die gesamte Analyse von Raiffeisen Research können Sie rechts im pdf nachlesen.

Dieser Bericht wurde von der Raiffeisen Bank International AG - Raiffeisen RESEARCH erstellt und wird Ihnen in unveränderter Form von der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich zur Verfügung gestellt (Aufsichtsbehörde: FMA Österreichische Finanzmarktaufsicht). Hierbei handelt es sich um keine Empfehlung seitens der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, sondern um eine Einschätzung der jeweils zuständigen Analysten von Raiffeisen RESEARCH. 

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität gefährden könnten: Siehe Impressum

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, September 2026

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02.09.2026 - Raiffeisen Research