Investors Challenge 2020

Investieren nach dem Crash

Investors Corner 2020

Der Startschuss der großen TREND INVESTORS CHALLENGE 2020 bringt Antworten auf die wichtigsten Fragen für erfolgreiche Veranlagung in der Zukunft. PLUS: die Gewinner- und Verlierer-Aktien im Überblick.

Starinvestor Warren Buffett hat aus der Corona-Pandemie eine Lehre gezogen: Trotz stark gefallener Kurse kauft er keine neuen Aktien. Carsten Roemheld, Investmentchef von Fidelity, einem der größten Vermögensverwalter der Welt, kauft zu, denn er meint: "Vermögen werden in der Krise geschaffen."

Zwei Beispiele, die zeigen, dass auch große institutionelle Investoren die Lage an den Börsen nach dem Ausbruch der Corona-Krise unterschiedlich beurteilen. Um das Vertrauen in die Finanzmärkte zu stärken, startet der trend mit seinen Partnern, der Hypo Tirol Bank, der bankdirekt.at, dem Onlinebroker der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, und der Social-Trading-Plattform wikifolio.com, jetzt die zweite Auflage der trend Investors Challenge.

In der IC2020 werden in dieser und den nächsten trend-Ausgaben von Experten Investmentchancen für die Zeit nach dem Crash aufgezeigt. Risikobewusste, nachhaltige und ökologische Investmentstrategien werden im Zentrum stehen. Nach dem Sommer startet dann das große Börsenspiel. Lesen Sie in Teil eins Antworten auf die wichtigsten Fragen für Veranlagungen und wer die Gewinner und Verlierer dieser Krise sein werden.

 

Sollte man jetzt nicht doch die Hände von Aktien lassen?

Christoph Boschan, Chef der Wiener Börse, meint ganz klar: "Es wäre ein großer Fehler, sich aufgrund kurzfristiger, wenn auch gravierender Schwankungen von Aktien abzuwenden." Uli Krämer, Chief Investment Officer der Kepler- Fondsgesellschaft, ergänzt: "Gerade für langfristig orientierte Anleger können sich jetzt günstige Möglichkeiten ergeben."

Anleger sollten laut Stefan Walde, Leiter des Asset Managements bei der Hypo Tirol Bank, dabei auf eines achten: "Den richtigen Einstiegszeitpunkt nach einem Aktiencrash zu finden, ist nahezu unmöglich. Deshalb sollte man jetzt einzelne Beträge zu unterschiedlichen Zeitpunkten investieren. Damit lässt sich das Risiko verringern."

Wie riskant sind Aktien in der nächsten Zeit?

Die Veranlagung in Aktien wird immer riskant bleiben. Aber je länger man investiert ist, desto geringer wird das Risiko. Hypo-Tirol-Bank-Experte Walde erklärt: "Die Corona-Krise hat eines gezeigt: Es gibt diese unvorhersehbaren Marktereignisse, die man Black Swan nennt. Man sieht sie nicht kommen, aber plötzlich bricht Panik am Markt aus.

Gerade dass solche Ereignisse so selten sind, ist das Gefährliche. Aber die massiven Verluste aus der Finanzkrise 2009 waren vergessen, und so schnell wird das auch nach der Corona-Krise passiert sein."

Wer beispielsweise knapp vor der Finanzkrise 2007 breit in globale Aktien investiert hat, hat bis 2019 eine Rendite von rund sieben Prozent jährlich erwirtschaftet. Und das, obwohl die große Finanzkrise 2008, eine Eurokrise, der Brexit und viele anderen Krisen zu massiven Kurseinbrüchen geführt haben.

Warum ist der Crash so besonders schnell gewesen?

Das hat mehrere Ursachen. Die Corona-Krise war natürlich ein fundamentaler Auslöser. Aber es waren auch große Anlagevolumina von institutionellen Investoren geleveragt. Das heißt, vereinfacht gesagt, sie waren auf Kredit gekauft. Das geht so lange gut, wie die Kurse steigen. Fallen sie jedoch, verlangen die Banken für ihren Kredit einen Nachschuss, den sogenannten "Margin Call". Um den bezahlen zu können, haben Investoren weltweit Aktien in Milliardenhöhe verkauft. Die Kurse sanken.

Uli Krämer, Kepler-Fonds KAG

 

 

"Wie rasch weltweit Regierungen, Institutionen und Notenbanken auf die Lage reagiert haben, stimmt für die weitere Entwicklungen an den Börsen zuversichtlich."

Uli Krämer, KEPLER-FONDS KAG

Ein weiterer Grund sind die immer stärker verbreiteten ETFs. In den USA machen sie bereits 30 Prozent des Marktvolumens aus. Wenn nun aus einer Panik heraus beispielsweise die Shell-Aktie verkauft wird, sinkt die Marktkapitalisierung der Shell-Aktie und es erfolgt ein automatischer Abverkauf des Shell-Papiers im ETF, weil es nach der Marktkapitalisierung gewichtet wird.

Der Abwärtstrend wird verstärkt. Denselben Effekt hat High-Speed-Trading. Wenn bestimmte Marktbarrieren durchbrochen sind, wird auf Algorithmen basierend verkauft. Dann stürzen die Kurse noch schneller und tiefer ab. Experten sprechen von einem "Flash-Crash". Am 10. März, als der Dow Jones an zwei Tagen von 25.000 Punkten auf 21.000 einbrach, war das der Fall.

Weshalb sind die Kurse so rasch wieder gestiegen?

Es gab eine überraschend starke Gegenbewegung. Mehr als die Hälfte der Kurseinbrüche wurden bereits wieder wettgemacht. Zum einen, weil viele der heraufbeschworenen Horrorszenarien in Summe nicht eingetreten sind. Zum anderen, weil Regierungen und Notenbanken auf die Wirtschaftseinbrüche mit historischen Stimuluspaketen reagiert haben.

Kepler-Experte Krämer: "Wie rasch weltweit Regierungen, Institutionen und Notenbanken auf die Lage reagiert haben, stimmt zuversichtlich." Die Aktienmärkte haben derzeit bereits ein normales Hochfahren der Wirtschaft eingepreist. Bei einem schnelleren Hochfahren aufgrund eines überraschenden medizinischen Fortschritts würden sie weiter zulegen. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Corona-Bilanz durch eine zweite Welle käme es zu einem neuerlichen Absturz.

Wo und wie soll man jetzt investieren?

Zunächst sollte sich jeder Anleger selber darüber klar werden, wie viel Risiko er bereit ist einzugehen. Nur der Betrag, bei dem ein vorübergehender Kursverlust von zehn oder 20 Prozent keine schlaflosen Nächte hervorruft, kann in Aktien investiert werden. Der Rest sollte in weniger riskante Anlageklassen wie Staatsanleihen investiert werden, auch wenn damit kaum ein laufender Ertrag erwirtschaftet wird.

Stefan Walde, Hypo Tirol Bank

 

 

 

"Man sollte jetzt kleinere Beträge zu verschiedenen Zeitpunkten veranlagen. Damit verringert man das Risiko."

Stefan Walde, Hypo Tirol Bank

Börse-Chef Boschan rät, trotz schlechter Wirtschaftsdaten in diesem Jahr die künftige Entwicklung vor Augen zu haben: "Die Kurse schauen nicht auf die aktuellen Bilanzkennzahlen. Sie laufen der tatsächlichen Konjunkturentwicklung voraus." Und auf welche Aktien sollen Anleger setzen? Kepler-Fonds-Chefstratege Krämer rät: "Nachhaltigkeit bleibt bei Investments im Fokus. Es wird in Europa zwei große Trends geben: Digitalisierung und Dekarbonisierung. Dazu kommt noch der globale Pharma-Trend. Denn der Schutz der Gesundheit der Menschen wird uns noch lange beschäftigen" (siehe Kasten oben) .

Doch auf geradlinig nach oben steigende Kurse wie in den vergangenen zehn Jahren sollten Anleger nicht mehr hoffen. Hypo-Tirol-Bank-Fondsmanager Walde sagt ehrlich: "Die Geschichte lehrt eines: Nach dem Crash ist vor dem Crash."

 

Erfahren Sie mehr zu Finanzwissen & Geldanlage unter www.investors-challenge.at.

Stand: Mai 2020, Quelle: Verlagsgruppe News GmbH
 

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