Spezial Rückblick - Ausblick 2018

Raiffeisen Research

Spezial Rückblick - Ausblick 2018Rückblick per Dezember 2018

Eurozone

Die Konjunkturdynamik verringerte sich in der Eurozone im Jahr 2018 und so fiel der BIP-Zuwachs niedriger als im Jahr 2017 aus. Hauptgrund war die fehlende Unterstützung durch die Nettoexporte. Die Inflationsrate erhöhte sich bis zur Jahresmitte 2018 deutlich und lag in der zweiten Jahreshälfte zumeist leicht über dem Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 Prozent. Erst zu Jahresende fiel die Teuerung wieder knapp unter die Zwei-Prozent-Marke zurück. Hauptverantwortlich für dieses Auf und Ab war die durch den volatilen Ölpreis geprägte Entwicklung der Energiepreise. Die EZB beließ die Leitzinsen im Jahr 2018 unverändert. Das Anleihekaufprogramm wurde schrittweise reduziert. Von Jänner bis September 2018 betrugen die Ankäufe monatlich im Schnitt € 30 Milliarden netto, von Oktober bis Ende Dezember 2018 wurde das Volumen auf € 15 Milliarden netto pro Monat herabgesetzt und zu Jahresende wurde das Programm gänzlich eingestellt. Weitgehend unverändert blieben während des gesamten Jahres die Geldmarktsätze quer über alle Laufzeiten. Die Rendite zehnjähriger deutscher Staatsanleihen bewegten sich im abgelaufenen Jahr zumeist in einem Seitwärtsband von 0,2 Prozent und 0,55 %, das nur Ende Februar / Anfang März zeitweilig nach oben hin verlassen wurde.

Im Jahr 2018 ließ sich das Geschehen am Euro-Staatsanleihemarkt in zwei Phasen einteilen. Bis Mitte Mai herrschte Stabilität vor. Gestützt durch die expansive Geldpolitik der EZB und die positive Konjunkturentwicklung gingen die Risikoprämien (10J vs. DE) der meisten Euroländer leicht zurück. Die Korrektur erfolgte mit der Bildung der populistischen Regierung in Italien. Die politische Unsicherheit ließ vor allem die die italienische Risikoprämie massiv ansteigen. Zu den Bedenken über die Budgetentwicklung mischten sich Befürchtungen über einen politisch motivierten Euro-Austritt. Dier Anstieg der Risikoprämien in Italien griff auch auf die südlichen Euroländer über. Allerdings war dieser Ansteckungseffekt deutlich schwächer als in der Vergangenheit. Die politische Unsicherheit, welche von Italien ausgeht, symbolisiert der Budgetstreit zwischen Brüssel und Rom. Zuletzt gab es hier versöhnliche Töne. Das ohnehin äußerst unwahrscheinliche Szenario eines Euro-Austritt Italiens und einer systemischen Krise der Eurozone wurde teilweise wieder ausgepreist.

 

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Stand: Dezember 2018


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