Beschleunigung des Wirtschaftswachstum in den Industrieländern

Economic Research Report 4. Quartal 2017

Economic Research Report

Die Welt befindet sich im Aufschwung quer über fast alle Regionen. Speziell die Industrieländer treiben derzeit das globale Wirtschaftswachstum, aber auch aus Asien und Osteuropa kommen starke Signale und die rohstoffexportierenden Länder in Südamerika, im südlichen Afrika und die GUS zeigen Verbesserungen. Viele Stimmungsindikatoren deuten auf eine anhaltende oder noch zunehmende Dynamik hin. Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass regional und sektoral latente Risiken bestehen (siehe dazu die u.a. regionsspezifische Ausführungen).

Die Wirtschaft im Euroraum expandiert kräftig und Frühindikatoren lassen eine weitere Verstärkung der Dynamik erwarten. Die anhaltend expansive EZB- und Fiskalpolitik in vielen Eurostaaten, der lebhafte Welthandel und die gute Unternehmer- und Verbraucherstimmung treiben die Konjunktur und überkompensieren die Effekte des stärkeren Euro. Positiv kommt dazu, dass das Wachstumsgefälle zwischen den Euroländern seit Jahresbeginn 2017 abnimmt. Inflationstechnisch befindet sich die Eurozone noch deutlich unter dem EZB-Ziel von nahe aber unter 2 %, das stärkere Wachstum und die rückläufige Arbeitslosigkeit sollten sich aber langsam in steigenden Löhnen manifestieren, die die Inflationsrate in Richtung EZB-Ziel heben. Momentan wirkt die Aufwertung des Euro gegen. Das größte europäische Prognoserisiko kommt nach wie vor von den unkalkulierbaren Effekten des Brexit. Starke Impulse kommen auch aus den ostmitteleuropäischen EU-Staaten (MOEL), wovon speziell die stark nach Osteuropa orientierte österreichische Exportindustrie profitiert. 

Im Gegensatz zur Eurozone, wo Stimmungsindikatoren auf eine weitere Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik deuten, scheinen die USA, wo der Aufschwung nun schon das 8. Jahr anhält, mehr oder weniger am Zenit angekommen zu sein. Diese Einschätzung gründet sich vor allem au die schon seit längerem erreichte Vollbeschäftigung; die Kapazitäten sind ausgelastet. Die neueste verfügbare BIP-Wachstumsprognose (IWF, 10.10.2017) ist für 2017 mit 2,2 % etwas höher als bislang erwartet, für 2018 mit 2,3 % dafür etwas niedriger. 

Lesen Sie weiter im Economic Research Report - Infoblatt.

Weitere Informationen über den österreichischen Arbeitsmarkt, die Währungsentwicklung und Österreichs Volkswirtschaft finden Sie auch im Economic Research Report - Folder, mit volkswirtschaftlichen Eckdaten und Kennzahlen.


Hinweis gem. § 48 f Abs 9 Z 1 BörseG: Aufsichtsbehörde ist die FMA Österreichische Finanzmarktaufsicht

Stand: Oktober 2017, Quelle: Economic Research RLB OÖ AG


Dieses Dokument wurde von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissenstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Jede Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Prospekte sowie allfällige Nachträge von Emissionen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, welche auf Grund des KMG aufzulegen sind, liegen bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG auf. Im Falle von anderen Emissionen liegt der Prospekt samt allfälligen Nachträgen beim jeweiligen Emittenten auf. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.bankdirekt.at/Disclaimer