Hände weg von Aktien? 6 Anlage-Mythen

Die Wertpapier-Geldanlage ist für viele immer noch ein Blick in die berühmt-berüchtigte Glaskugel.

Hände weg von Aktien? 6 Anlage-MythenSeit Jahren sind die Sparzinsen im Keller. Aktien sind eine Alternative zu den einst propagierten Sparbüchern. Um die Anlage in Wertpapieren ranken sich allerdings immer noch etliche Mythen, die viele Privatanleger abhalten, darin zu investieren.

Im deutschsprachigen Raum - und besonders in Österreich - gibt es beim Großteil der Bevölkerung noch immer Vorbehalte, Geld in Unternehmensanteile zu investieren. Da sei einerseits spezielles Wissen gefragt, andererseits glauben noch immer viele Privatanleger, dass Aktien, Fonds, Anleihen und Zertifikate hochriskante Veranlagungsformen seien.

Die Abneigung in Wertpapieren zu investieren, die an der Börse gehandelt werden, wird von zahlreichen Mythen auch immer wieder gestärkt. Doch Mythen sind eben Mythen. Das Wirtschaftsmagazin Trend nimmt sechs gängige davon unter die Lupe.
 

1. Die Börse ist nur für Zocker

Die Risiken durch Kursverluste sind freilich gegeben. Und es gibt durchaus auch Anleger, die kurz und schnell das große Geld machen wollen.

Doch zocken ist nicht alles: Wer sein Geld nicht nur auf eine Aktie eines bestimmten Unternehmens oder auf Werte einer bestimmten Branche setzt, kann das Risiko streuen. In Aktien zu investieren kann auch heißen, auf bestimmte Standardwerte zu setzen, die auch über Jahre hinweg ein überschaubares Risiko darstellen.

 

2. Der Kauf von Wertpapieren ist zu kompliziert


Die Zeiten, zu denen Anleger stets in die Bank rennen mussten, um ihr Geld anlegen zu können sind längst Geschichte. Online-Brokerage vereinfacht die Anlage. So kann der Anleger die Wertentwicklung über sein eigenes Aktiendepot rund um die Uhr beobachten und selbst von zuhause vom eigenen PC aus kaufen und verkaufen.
 

3. In Wertpapiere investieren heißt ständig die Börse im Blick zu haben

Es schadet sicher nicht, über Kursentwicklungen informiert zu sein. Privatpersonen können ihr Vermögensmanagement aber auch mit Finanzexperten besprechen und dann entscheinden, in welche Wertpapiere investiert wird. Das müssen nicht nur Aktien sein. So können Anleger ihr Geld auch in Anleihen, Gewinnanleihen und –Zertifikaten, Fonds oder sogenannte ETF (Exchange Traded Funds) investieren.

Klarerweise muss der Finanzexperte über die Risiken derartige Anleihen informieren. Wichtig dabei: Der Anlagehorizont und auch, wie viel Unternehmen pro Jahr an Dividende ausschütten.

Vieles klingt auf den ersten Blick kompliziert. Gerade bei Zertifikaten werden aber Irrtümer geradezu kultiviert, sie seien für Spezialisten, die das studiert haben. Was so aber nicht stimmt. Denn bei Zertifikaten ist klar ersichtlich, worin der Anleger sein Geld investiert und was die Chancen und Risiken sind. Bei bestimmten Zertifikaten kann der Anleger auch verdienen, selbst wenn die Kurse der Basiswerte leicht sinken.

 

4. Wertpapieranlage ist nur bei Millionenbeträgen attraktiv

Auch das ist nicht richtig. Mit Millionen ist zwar leichter zu jonglieren, aber schon mit kleineren Beträgen können Privatanleger an der Börse ihr Geld anlegen. Banken und Finanzdienstleister bieten auch für den klassischen Sparer entsprechende Vermögensberatungen und Vermögensmanagement an.

Im Zeitalter der Digitalisierung wird dabei auch die Risikobereitschaft sowie die Veranlagung in besondere Anlagen definiert. Die Veranlagung wird somit entsprechend der selbst gewählten Risikobereitschaft festgelegt und abgewogen. Und auch hier gilt: Der Anleger kann über sein Depot jederzeit abrufen, welche Werte aufgrund der Strategie veranlagt wurden.

 

5. Eine Krise vernichtet das mühsam ersparte Kapital

Zweifelsohne muss ein Anleger einen Blick auf sein Aktiendepot haben, um sich auch gegen wirtschaftliche Krisen zu wappnen. Hat der Anleger mit einem Finanzdienstleister oder seiner Bank eine Veranlagungsstrategie festgelegt, werden die Finanzexperten frühzeitig auf entsprechende wirtschaftliche Verwerfungen reagieren und in Aktien mit defensivem Charakter investieren oder gar die Aktien wieder in Geld umwandeln.

 

6. Es ist zu spät für die Börse

Sind die Börsenkurse kontinuierlich angestiegen, heißt es oft, es sei ohnehin zu spät, gerade zu diesem Zeitpunkt in Aktien zu investieren. Der Kursabsturz sei vorprogrammiert, fallende Kurse vernichten das mühsam erarbeitete Kapital. Auch hier gilt: Experten haben langjährige Erfahrung und können entsprechende Anlagetipps geben. Etwa zu Aktien von Unternehmen, die reichlich und seit Jahren ordentliche Dividenden auszahlen und deren Kursentwicklung zudem stabil sind.

 

Fazit: Ein Mindestmaß an Informationen über die Unternehmen einzuholen, in dessen Aktien oder Unternehmensanleihen investiert werden soll, ist durchaus geboten. Doch sollte man sich nicht aufgrund der 6 Mythen von der Veranlagung in Wertpapieren abschrecken lassen. Neben Risiken gibt es auch Chancen. 

Ein auf lange Sicht gut gemanagtes Wertpapierdepot kann solide Erträge abwerfen - in Zeiten von Niedrigzinsen, aber auch wenn künftig nach einer Erhöhung der Zinsen durch die Notenbanken wieder die Zinsen erhöht werden und die Inflation wieder ansteigt.

Dieser Text wurde im Rahmen der Investors Challenge 2019 vom Wirtschaftsmagazin trend erstellt und wird Ihnen in unveränderter Form von der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich zur Verfügung gestellt. 
 
 

#IC19: Traden ohne Risiko

Wer ganz ohne Risiko einmal testen will, wie Aktienmärkte funktionieren, kann an der Investors Challenge 2019 #IC19 teilnehmen. Und gewinnen! Hier kann der Teilnehmer ohne sein eigenes Geld einzusetzen sozusagen im "Trockendock" über ein Musterdepot selbst die Funktionsweise von Angebot und Nachfrage an der Börse über sein Musterdepot ausprobieren. Und sogar einen Preis gewinnen.

Mit einem Musterdepot können die ersten Schritte geübt werden, ohne Kosten und ohne Gefahr, Geld zu verlieren.

Zur Investors Challenge

 
 
Stand: Juli 2019
Quelle: Wirtschaftsmagazin trend
 

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Marketingmitteilung, welche von der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG ausschließlich zu Informationszwecken erstellt wurde. Sie wurde nicht unter Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Förderung der Unabhängigkeit von Finanzanalysen erstellt und unterliegt nicht dem Verbot des Handels im Anschluss an die Verbreitung von Finanzanalysen. Diese Marketingmitteilung stellt weder eine Anlageberatung, noch ein Angebot oder eine Einladung zur Angebotsstellung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder Veranlagungen dar. Die enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissenstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung - vorbehaltlich von Änderungen und Ergänzungen. Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Inhalte und für das Eintreten von Prognosen. Die Inhalte sind unverbindlich und stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dar. Jede Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse (z.B. Risikobereitschaft) des Anlegers. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Finanzinstrumente und Veranlagungen mitunter erhebliche Risiken bergen. Angaben über die Wertentwicklung beziehen sich auf die Vergangenheit und stellen daher keinen verlässlichen Indikator für die zukünftige Entwicklung dar. Währungsschwankungen bei Nicht-Euro-Veranlagungen können sich auf die Wertentwicklung ertragserhöhend oder ertragsmindernd auswirken. Aus der Veranlagung können sich steuerliche Verpflichtungen ergeben, die von den jeweiligen persönlichen Verhältnissen des Kunden abhängen und künftigen Änderungen unterworfen sein können. Diese Information kann daher nicht die individuelle Betreuung des Anlegers durch einen Steuerberater ersetzen. Die beschränkte Steuerpflicht in Österreich betreffend Steuerausländer impliziert keine Steuerfreiheit im Wohnsitzstaat. Prospekte sowie allfällige Nachträge von Emissionen der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, welche auf Grund des KMG aufzulegen sind, liegen bei der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG auf. Im Falle von anderen Emissionen liegt der Prospekt samt allfälligen Nachträgen beim jeweiligen Emittenten auf. Ausführliche Risikohinweise und Haftungsausschluss unter www.bankdirekt.at/Disclaimer