Steuerbegünstigte Veranlagung

für Angehörige Freier Berufe & KMUs

Steuerbegünstigte VeranlagungAngehörigen Freier Berufe und KMUs gewährt der Gesetzgeber einen steuerlichen Investitionsanreiz in Form des Gewinnfreibetrages. Für die Geltendmachung dieses Gewinnfreibetrages nach § 10 EStG muss in begünstigte Wirtschaftsgüter oder in Wohnbauanleihen investiert werden.

Zielgruppe

Angehörige Freier Berufe, Einzelunternehmen und Personengesellschaften wie z.B.: Ärzte, Rechtsanwälte, Notare, Gesellschafter-Geschäftsführer, Wirtschaftstreuhänder, Stiftungsvorstände, Architekten, Aufsichtsräte, Sachwalter, Kleinbetriebe
 

Vorraussetzungen und Rahmenbedingungen

  • Gewinne an natürliche Personen
  • Gewinne aus betrieblichen Einkunftsarten
  • Gewinnermittlung mittels Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung
  • Gewinnfreibetrag: max. 13 % des Jahresgewinnes
  • Unterscheidung:
    1. Grundfreibetrag für die ersten 30.000 Euro Gewinn (13 %, max. 3.900 Euro)
    2. investitionsbedingter Gewinnfreibetrag mit prozentueller Staffelung
  • Erwerb von Wohnbauanleihen
  • Behaltedauer mindestens 4 Jahre im Betriebsvermögen

Staffelung Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag

  • für die ersten 175.000 Euro Gewinn: 13,0 %
    Achtung: Grundfreibetrag hier bereits enthalten
  • für die nächsten 175.000 Euro Gewinn: 7,0 %
  • für die nächsten 230.000 Euro Gewinn: 4,5 %
  • für den über 580.000 Euro hinausgehenden Gewinn: 0 %

Wichtige Hinweise

  • Im Wertpapierbereich sind nur Wohnbauanleihen als derartige steuerbegünstigte Veranlagung möglich.
  • Die KESt-Freiheit von Wohnbauanleihen können lediglich Privatanleger nutzen.
  • Einhaltung der Bindungsdauer von 4 Jahren obliegt dem Steuerpflichtigen.
  • Individuelle Abstimmung mit einem Steuerberater ist empfehlenswert.
  • Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein.

Berechnungsbeispiel für die Geltendmachung des Gewinnfreibetrags

 

Berechnungsbeispiel

Fall A: Ein Grundfreibetrag in Höhe von 3.900 Euro kann geltend gemacht werden. Zusätzlich kann ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag in Höhe von 2.600 Euro (13 % von 20.000 Euro) genutzt werden, da der Jahresgewinn 30.000 Euro überschreitet.

Fall B: Ein Grundfreibetrag in Höhe von 3.900 Euro kann geltend gemacht werden. Zusätzlich kann ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag in Höhe von 33.350 Euro genutzt werden, da der Jahresgewinn 30.000 Euro überschreitet. Es kommt die Staffelung des Freibetrages zur Anwendung: 13 % für 145.000 Euro, 7 % für 175.000 Euro und 4,5 % für die restlichen 50.000 Euro (in Summe 33.350 Euro).

 


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