Dividendenbesteuerung

Internationaler Vergleich

DividendenbesteuerungIn der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen einen Überblick zu ausgewählten Quellensteuersätzen zur Verfügung. Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein. Diese Aufstellung gilt nur für Veranlagungen im Privatvermögen.

Ausgewählte Staaten Quellensteuersatz Dividendenerträge
Belgien 27 %
Deutschland 26,375 % (inkl. Solidarzuschlag)
Finnland 30 %
Frankreich 30 %
Griechenland 25 %
Großbritannien 10 %
Italien 26 %
Luxemburg 15%
Niederlande 15 %
Österreich 27,5 %
Schweden 30 %
Schweiz 35 %
Spanien 19 %
USA (mit Quellensteuerabkommen wie RLB OÖ AG) 15 %

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich hier um eine rein informative Auflistung - eine Auflistung von Quellensteuersätzen ist sehr komplex, da Status des Ursprungslandes, DBA-Vereinbarungen, Steuerstatus des Empfängers sowie Art der Erträge berücksichtigt werden müssen - im Einzelfall ist daher die individuelle Situation zu überprüfen - alle Angaben ohne Gewähr!

 

Inländische Kunden

Die Quellensteuer für Dividenden wird in der Regel im jeweiligen ausländischen Staat erhoben und liegt außerhalb des Einflussbereiches der österreichischen Finanzbehörden. Ausländische Staaten erlassen Vorschriften, die z.B. die Besteuerung von Dividendenerträgen regeln (vergleichbar mit der österreichischen KESt auf Dividenden). Die Quellensteuer wird in der Regel direkt bei den Kapitalgesellschaften bzw. über die Lagerstellen einbehalten, dh der Abzug erfolgt direkt an der Quelle. Es gibt allerdings für den Privatanleger die Möglichkeit der Anrechnung und Rückerstattung von ausländischen Quellensteuern.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung

Ein österreichischer Anleger hat auf seinem inländischen Depot 500 Stück deutsche Aktien. Pro Aktie erhält der Anleger eine Bruttodividende von EUR 2,00. Der automatische Verlustausgleich wurde nicht berücksichtigt.
 

Bruttoertrag (500 Stk.)

1.000,00 EUR

- deutsche Quellensteuer (26,375 %)

   263,75 EUR

  Ertrag auf inländischem Depot

   736,25 EUR

- Auslands-KESt*

  125,00 EUR

Nettoertrag auf Depot

  611,25 EUR


*Es werden maximal 15 % der Quellensteuer für die KESt-Berechnung anerkannt. Die Differenz auf 27,5 % KESt wird dann als Auslands-KESt abgerechnet. Im Beispiel 12,5 %.

Seit 2004 sind österreichische Privatanleger durch einen zusätzlichen KESt-Abzug bei ausländischen Dividendenerträgen endbesteuert. Um eine Mehrfachbesteuerung zu vermeiden, werden zwischen einzelnen Staaten Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) abgeschlossen.

Soweit die im Ausland einbehaltene Quellensteuer höher ist als die laut dem jeweiligen DBA anrechenbare Steuer, kann eine Rückerstattung im Quellenstaat beantragt werden. Im konkreten Fall beträgt die rückforderbare Quellensteuer 11,375 % (26,375 % - 15 %) vom Bruttoertrag. Die erforderlichen Formulare sind in der Regel bei den ausländischen Finanzbehörden anzufordern. Da die Rückerstattung kompliziert und zeitlich aufwändig ist, empfehlen wir einen Steuerberater zu konsultieren. 

Ausländische Kunden

Für ausländische Kunden entfällt die Auslandskest, wenn eine Wohnsitzerklärung abgegeben wurde.

  

Stand: Jänner 2016

Hierbei handelt es sich um eine allgemeine Steuerinformation, die eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater nicht ersetzen kann. Jegliche Haftung für die Inhalte ist ausgeschlossen. Die steuerliche Behandlung ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein!


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