Fonds

Fonds veranlagen in unterschiedliche Länder und Branchen

Anleger stellen ihr Geld für ein Fondsinvestment zur Verfügung. Mit diesem Vermögen kann der Fondsmanager des jeweiligen Fonds, geregelt durch festgelegte Anlagestrategien, in verschiedene Wertpapiere investieren (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarktpapiere, etc.). Von dieser Streuung können Anleger profitieren.

 

Für wen sind Fonds interessant?

Die Investition in einen Fonds ist für jene Anleger interessant, die sich nicht selbst regelmäßig mit den verschiedenen Investitionsmöglichkeiten befassen wollen. Je nach Risikobewusstsein und Anlagehorizont wird der zum Anlagetyp passende Fonds ausgewählt.

Vorteile

  • Risikostreuung ist auch mit geringem Kapitaleinsatz möglich.
  • Erfahrene Fachleute mit weltweiten Kontakten und umfangreichen Informationsquellen verwalten das Fondsvermögen.
  • Anleger haben die Möglichkeit, mit dem Investment in einen Fonds an der Entwicklung gesamter Branchen, Märkte und Regionen teilzunehmen.
  • Durch die Rücknahmeverpflichtung der österreichischen KAGs ist dem Anleger eine jederzeitige Verkaufsmöglichkeit zum Rücknahmepreis garantiert.
  • Trotz einer Vielzahl von Einzeltiteln im Fonds wird nur eine Wertpapierposition im Depot geführt.

Nachteile

  • Jeder Fonds hat eine genau definierte Anlagestrategie und darf nur nach dieser Strategie investieren.
  • Die steuerliche Behandlung - vor allem bei Fremdfonds - sollte beachtet werden.

Einteilung von Fonds

Die verschiedenen Fondstypen können sich auf bestimmte Anlageregionen beschränken. Typischerweise findet man hier bestimmte Länder (Deutschland, Japan, USA, ...) oder bestimmte Regionen (Europa, Emerging Markets, ...). Denkbar ist auch die Spezialisierung auf bestimmte Branchen bzw. Themen (Internet, Biotechnologie, Konsum, ...).
 

Nach Fondszusammen-setzung

  • Rentenfonds
    Rentenfonds, auch Anleihenfonds genannt, investieren in Anleihen inländischer bzw. ausländischer Herkunft. Anlageziel ist es, regelmäßig möglichst solide Erträge zu erzielen. Unter den Rentenfonds gibt es auch geldmarktnahe Fonds. Diese investieren in geldmarktnahe Wertpapiere (Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, Bundesschatzscheine, ...) und Termineinlagen. Durch die geldmarktnahe Veranlagung reduzieren sich das Zins-/Kursrisiko, aber auch die Ertragschancen.
  • Aktienfonds
    Die Veranlagung erfolgt in Aktien. Das Risiko wird durch eine gezielte Aktienstreuung reduziert, trotzdem können zwischenzeitig größere Kursschwankungen auftreten. Anlageziel ist es, langfristig eine möglichst hohe Wertsteigerung zu erzielen.
  • Mischfonds
    Mischfonds enthalten sowohl Aktien als auch Anleihen. Das Charakteristikum dieser Fonds ist die Flexibilität, das heißt der Anteil der Anleihen bzw. Aktien kann je nach Ertragsaussicht vergrößert oder verkleinert werden.
  • Spezialitätenfonds
    Diese Investmentfonds investieren ihre Mittel nur in bestimmte Branchen, Länder oder Währungen. Da Spezialitätenfonds nur in bestimmten Bereichen investieren dürfen, steht dem Fonds-manager auch nur eine begrenzte Anlagemöglichkeit zur Verfügung.

Nach Anteilsangabe

  • Offene Fonds
    Bei den in Österreich zugelassenen Fonds handelt es sich um offene Fonds, das heißt die Anzahl der Anteile ändert sich durch Kauf- bzw. Verkaufsaufträge. Das Fondsvolumen ist somit variabel und in der Höhe nicht eingeschränkt. Den Preis des Fonds (errechneter Wert) errechnet die Depotbank in der Regel einmal täglich. Er wird nicht durch Angebot und Nachfrage beinflusst.
  • Geschlossene Fonds
    Diese Fonds sind keine Fonds gemäß dem österreichischen Investmentfondsgesetz. Bei der Gründung wird eine fixe Anzahl von Aktien ausgegeben. Meist werden diese Fonds an der Börse gehandelt. Aus diesem Grund orientiert sich der Kurs auch an Angebot und Nachfrage und kann daher vom errechneten Wert abweichen.

Nach Art der Gewinnverteilung

  • Ausschüttungsfonds
    Bei Ausschüttungsfonds werden regelmäßig - meist jährlich - die im Fonds erwirtschafteten Zins- und Dividendenerträge an den Anleger ausgeschüttet. Die erzielten Kursgewinne können von der Fondsgesellschaft wahlweise ausgeschüttet werden oder im Fonds verbleiben. Die Höhe der jährlichen Ausschüttung bestimmt die Fondsgesellschaft.
  • Thesaurierungsfonds
    Bei Thesaurierungsfonds verbleiben die Erträge im Fonds und werden automatisch wiederveranlagt. Dadurch erhöht sich auch laufend der Wert der Fondsanteile, man spricht dann von Thesaurierung.

Hinweis: Bei der steuerlichen Behandlung besteht zwischen einem Ausschüttungsfonds und einem Thesaurierungsfonds kein Unterschied.

Nach dem Anlegerkreis

  • Publikumsfonds
    Die Publikumsfonds sind Fonds, die dem breiten Publikum angeboten werden. Dies entspricht dem klassischen Gedanken der Investmentfondsveranlagung.
  • Spezialfonds
    Hier ist die Zielgruppe nur ein kleiner Personenkreis, zumeist institutionelle Anleger, die große Beträge in Investmenfonds investieren. Da nur wenige Anleger im Fonds investiert sind, wird die Fondsstrategie in enger Absprache mit den Großinvestoren entwickelt.

Ertragschancen von Fonds

Bei Investmentfonds - wie zum Beispiel auch bei Aktien - kann nur von einer Ertragserwartung gesprochen werden. So ist beispielsweise der Ertrag eines Aktienfonds, der in österreichische Aktien investiert, eng mit der Entwicklung an der Wiener Börse verbunden.

Generell gesehen resultiert die Rendite aus folgenden zwei Komponenten:

  • Ausschüttung: Zur Ausschüttung zählen die Zinsen aus festverzinslichen Wertpapieren, Dividenden aus Aktien, sowie ausgeschüttete Kursgewinne.
  • Kursgewinn/-verlust: Zu den Kursgewinnen bzw. -verlusten gehören sowohl die realisierten, als auch die nicht realisierten Gewinne oder Verluste im Wertpapierfonds.

Schwankungen und Erträge sind abhängig vom Investment

Fondsentwicklung

Welche Kursgewinne Fonds erreichen (können), hängt im Wesentlichen von der Performance der Anlageregion oder -branche ab, in die sie investieren. Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind unseriös und nicht möglich.

Grundsatz: Je höher die Erträge, desto höher sind auch die Schwankungen.