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Mythen und Fakten zu Nachhaltiger Geldanlage

"Gute Unternehmensführung und gute Erträge schließen sich nicht aus – im Gegenteil."

Aufräumen mit fünf Irrtümern

Kaum ein Thema ist zurzeit beliebter als „Nachhaltiges Investieren“. Trotz aller Popularität halten sich aber hartnäckige Irrtümer. Joachim Nareike von der Schroder Investment Management GmbH hat gängige Mythen und Fakten zusammengetragen.

Irrtum 1

Nachhaltiges Investieren meidet nur bestimmte Branchen

Tabak oder Glücksspiel: Branchen wie diese gelten bei vielen Anlegern als unethisch. Manche Fonds schließen solche Aktien schon im Vorfeld aus. Bei nachhaltigen Investments werden aber außerdem sogenannte ESG-Faktoren (Environmental, Social, Governance), also Umwelt, Soziales sowie gute Unternehmensführung geprüft. Denn unter dem Strich dürften gut geführte Unternehmen längerfristig bessere Chancen haben als solche, für die Nachhaltigkeit keine Rolle spielt.

Irrtum 2

Nachhaltiges Investieren bedeutet niedrige Renditen

Vieles spricht dafür, dass genau das Gegenteil stimmt. Anleger erhalten über ESG-Analysen Einblicke, auf welche Weise Unternehmen handeln. Damit lassen sich Unternehmen mit tragfähigen Konzepten identifizieren, was auf lange Sicht einen höheren Anlageerfolg verspricht.

Irrtum 3

Es geht vor allem um den Umweltschutz

Ist Umwelt wichtiger als Soziales? Das wäre zu einfach – selbst wenn das „E“ in ESG ganz vorne steht. Richtig ist: Viele thematische Publikumsfonds fokussieren Umweltrelevantes – von Wasserknappheit bis Umwelttechnologien. Spätestens seit der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris werden diese Fragen für Anleger immer relevanter. Investieren nach den ESG-Kriterien bedeutet aber, ganzheitlich auf den Wandel der Welt zu blicken und darauf zu achten, wie gut sich Unternehmen anpassen.

Irrtum 4

Verantwortungsvolles Investieren funktioniert nur in Industrieländern

Gegenwärtig stammt ein Großteil der ESG-Daten von Konzernen aus Industriestaaten. Das heißt jedoch nicht, dass ESG keinen Veränderungsdruck in den Schwellenländern erzeugt. Denn wie Unternehmen mit ökologischen und gesellschaftlichen Veränderungen umgehen, beeinflusst unmittelbar den Erfolg – und das unabhängig vom Markt. Selbst wenn in Schwellenländern das Beschaffen von Daten (noch) kompliziert erscheint, der Aufwand lohnt sich in jedem Fall.

Irrtum 5

Das geht doch nur bei Aktien?

Nur zu gerne denken wir beim Thema Nachhaltigkeit vor allem an Aktien – aber das ist bei Weitem noch nicht alles. Kreditrisiken von Anleihen identifizieren? Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls einschätzen? Auch das können ESG-Analysen leisten. Denn je besser ein Unternehmen geführt ist, desto geringer die Gefahr eines plötzlichen finanziellen Desasters. Und stabilere Unternehmen können wesentlich verlässlicher ihre Verbindlichkeiten an die Anleger zurückzahlen.

Fazit Joachim Nareike

Leiter Publikumsfonds Schroders Investment Management GmbH

"Niemand handelt im luftleeren Raum oder wirtschaftet isoliert. In einer globalisierten Welt stehen Unternehmen aller Branchen vor einem gesellschaftlichen, ökonomischen, umweltrelevanten und industriellen Wandel. Über verantwortungsvolle Investments in zukunftsfähige Unternehmen können sich Anleger ganz konkretem Erfolgschancen eröffnen."

 

Joachim Nareike

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13.10.2020 - Nachhaltige Geldanlage