Richtig vorsorgen mit Wertpapieren
Richtig vorsorgen mit Wertpapieren

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Geldanlage: richtig vorsorgen mit Wertpapieren

Wer sich beizeiten um seine Finanzen kümmert, sichert sich damit gleich mehrfach ab: Man kann einen finanziellen Engpass überbrücken, eine größere Ausgabe aus eigener Kraft stemmen und für den Ruhestand vorsorgen. Wertpapiere sollten dabei eine tragende Rolle spielen.

Geld anlegen und vermehren, aber wie?
Vor dieser Frage stehen diejenigen mit knappen Budgets ebenso wie diejenigen, die vielleicht durch ein Erbe oder andere Umstände zu einem kleinen Vermögen gekommen sind. In jedem Fall lohnt es sich, strategisch und überlegt vorzugehen, denn wer seine Finanzen zeitgerecht in die Hand nimmt und regelt, der kann sich für die Zukunft absichern, Risiko vermeiden und dabei auch noch Gebühren und Nebenkosten sparen.

Wichtige Ratschläge für den individuellen Vermögensaufbau

1. Kassensturz und absichern

Egal ob Sie bereits Geld zur Anlage zur Verfügung haben oder es vom laufenden Verdienst abzweigen müssen – am Anfang einer Anlagestrategie sollte immer ein Kassensturz stehen, bei dem Sie unter anderem die folgenden Punkte überlegen sollten:
 

  • Wie viel Geld steht Ihnen monatlich zur Verfügung?
  • Welcher Anteil entfällt auf Fixkosten wie Miete, Strom- und Heizkosten, Kredite, Abonnements etc?
  • Welche Summe benötigen Sie für laufende Ausgaben wie Lebensmittel, Körperpflege oder notwendige Kleidung?
  • In welcher Höhe fallen in etwa zusätzliche kurzfristige Anschaffungen oder Ausgaben (etwa monatlich) an?
  • Welche mittelfristigen Anschaffungen (binnen Jahresfrist) sind geplant?
  • Wie viel geben Sie für Urlaub, Hobby, etc. aus?
  • Welches Budget bleibt Ihnen unter dem Strich übrig, das Sie in Ihre Vorsorge stecken können?
Kassensturz

Dass bei einem normalen Durchschnittseinkommen monatlich kein sehr großer Betrag zum Investieren in die persönliche Vorsorge übrig bleibt ist anzunehmen. Umso strategischer sollte man mit dem verfügbaren Geld umgehen, um es auch zukunftssicher anzulegen.

Stichwort Zukunftssicherheit: Versicherungen spielen dabei eine wichtige Rolle, um das Risiko einzugrenzen. Allerdings sollten Sie  sich genau überlegen, welche Versicherungen Sie tatsächlich benötigen und auch entsprechende Vergleichsangebote einholen. Anschließend müssen Sie entscheiden, welchen Anteil von dem verfügbaren Geld Sie in die Absicherung der Gegenwart investieren und welchen Anteil Sie in den Aufbau von Vermögen und die Absicherung Ihrer Zukunft investieren.

2. Zeithorizont bestimmen

Der nächste entscheidende Punkt ist, wann Sie das zur Seite gelegte Geld benötigen. Zusätzliche kurzfristige Ausgaben sollten Sie immer vom Gehaltskonto aus bedienen können.


Für zusätzliche mittelfristige Anschaffungen ist es ratsam, dem Geld einen eigenen Rahmen zu geben. Das kann die Sparbüchse zuhause oder einfach auch nur ein Giro-Sparkonto sein, auf das Sie laufend einzahlen und auch laufend Zugriff haben. Sparbücher sind bei dem nun seit einigen Jahren herrschenden Zinsniveau, das wohl auch weiter anhalten wird, keine große Empfehlung, da diese zum einen keinen Zinsertrag bringen und das Geld zum anderen oft auch nicht prompt verfügbar ist. Außerdem fallen bei der Eröffnung und bei der Kündigung von Sparbüchern wieder zusätzliche Gebühren an.


Bei der langfristigen Vorsorge spielt der Zeithorizont eine ebenso große Rolle. Wer bereits im Alter von etwa 30 Jahren beginnt, regelmäßig einen fixen Betrag dafür zur Seite zu legen, der hat dabei die größte Auswahl und kann zum Beispiel auch auf Anlageformen setzen, die kurzfristig größere Schwankungen aufweisen, langfristig aber die höchste Rendite erwarten lassen.


Auch wer über Geld verfügt, das in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren voraussichtlich nicht benötigt wird, sollte überlegen, einen Teil davon in ertragsreichere Anlageformen mit einer größeren Schwankungsbreite zu investieren.

3. Rendite bestimmen

Wer Geld über einen längeren Zeitraum anlegt, erwartet sich auch eine entsprechende Rendite. Und welche Investments lassen die höchsten Renditen erwarten? Wer sich nicht in ein extrem spekulationsgetriebenes Umfeld wie etwa das von Kryptowährungen wagen möchte, für den gibt die Statistik eine klare Antwort. Seit dem Jahr 1900 waren auf einen Zeitraum von 20 Jahren Aktien in 73 Prozent der Fälle, über einen Zeitraum von 30 Jahren sogar in 93 Prozent aller Fälle die ertragreichste Form der Geldanlage.


Die Rendite eines Wertpapier-Investments hat somit über einen längeren Zeitraum mit hoher Wahrscheinlichkeit die Rendite aller anderen Anlagemöglichkeiten wie in Immobilien, Gold oder Sparbücher übertroffen.

Rendite

4. Risiko und Kosten bestimmen

Das Sparbuch, eine risikofreie Anlageform? Mitnichten! Bei Sparbüchern ist seit geraumer Zeit ein Vermögensverlust garantiert und es gibt keine Möglichkeit, damit eine Rendite zu erwirtschaften.


Wer eine Rendite erzielen will, der kommt an Aktieninvestments daher kaum umhin, vor allem wenn kein nennenswertes Vermögen für ein Investment vorhanden ist. Grundsätzlich gilt aber bei den Rendite-Erwartungen die Faustregel, dass ein höheres Anlagerisiko eine höhere Rendite, gleichzeitig aber auch einen höheren Verlust erwarten lässt. Es lohnt sich daher, strategisch zu investieren und der wichtigste Tipp für Börse-Einsteiger ist dabei, das Risiko zu streuen, indem man nicht alles auf eine Karte setzt und nicht in Aktien einzelner Unternehmen investiert, sondern sein Portfolio breiter streut.


Bereits geschehen ist das, wenn Sie in einen Wertpapierfonds investieren. Bei klassischen Wertpapierfonds wählen Fondsmanager Aktien verschiedener Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen aus und bündeln diese in einem Produkt, an dem man sich als Anleger beteiligen kann, indem man entweder eine Einmalzahlung oder monatliche Zahlungen leistet. Für Anleger ist dabei zu bedenken, dass am Papier ausgewiesene Performance allerdings nicht dem Ertrag entspricht, der dann dem eigenen Vorsorgekonto zugute kommt, da für ein Fonds-Investment auch noch Gebühren verrechnet werden.

Die günstigere und für den privaten Investor auch leichter beobachtbare Variante sind sogenannte ETFs (Exchange-Trading-Fonds), oft auch Indexfonds genannt, die schlichtweg aus den Werten von Aktienindizes wie dem österreichischen ATX oder dem deutschen DAX zusammensetzen und diese Indizes im Detail nachbilden. Das bedeutet, dass die Entwicklung dieser Fonds exakt der Entwicklung der Aktienindizes folgt. Ein ATX-ETF hat demnach im vergangenen Jahr vor Spesen ein Plus von 58 Prozent und über die letzten fünf Jahre ein Plus von 55 Prozent erzielt.


Wer in ein ETF-Produkt investiert hat neben der Möglichkeit, die Entwicklung des Investments jederzeit praktisch live mitverfolgen zu können noch einen weiteren Vorteil gegenüber den meisten klassischen Aktienfonds: Die Kosten für ETF-Investments sind vergleichsweise günstig, da kaum ein Managementaufwand anfällt. Es muss ja nur einmal der Aktienfonds nachgebildet werden, ein aktives Fondsmanagement ist nicht erforderlich. Zudem fallen keine Transaktionskosten an.


Über den Daumen gepeilt fallen bei ETF-Investments nur rund ein Zehntel der Kosten an, die auch bei herkömmlichen Fonds anfallen – in etwa 0,2 Prozent statt 2 Prozent. Ein Prozentsatz, den, man als Anleger nicht unterschätzen sollte, 2 Prozent Kosten bedeuten, dass über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren rund die Hälfte des Vermögenszuwachses den laufenden Kosten zum Opfer fällt.

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Quelle Verlagsgruppe News GmbH, Stand: Juni 2021

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